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connexi - das Konferenzmagazin

Ausgabe 10-2017

 

 

Sehr geehrte Leser,

 

wie können wir unsere Patienten noch besser behandeln? Welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse sind für unsere praktische Arbeit relevant, und was können wir tun, um die seit einigen Jahren stabile HIV-Neuinfektionsrate nachhaltig zu senken? Antworten auf diese und zahlreiche weitere aktuelle Fragen gab es auch in diesem Jahr beim dagnä-Workshop im September in Köln.

 

Einen kompakten Überblick zu den wissenschaftlichen Highlights der diesjährigen IAS in Paris gab die Webinargruppe (Seite 14). Ein weiteres zentrales Thema, das aus aktuellem Anlass in Köln ausführlich diskutiert wurde, ist die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als eine der wichtigen Säulen zur Verbesserung der Prävention. Ein Grund dafür, dass die PrEP zurzeit in aller Munde ist, wird vor allem der aktuellen Preisentwicklung zugeschrieben. In der Stellungnahme (2015) der dagnä zur PrEP heißt es noch:

„ … Bei TDF/FTC handelt es sich um eine verschreibungspflichtige und hochpreisige Therapie … Eine Zulassungserweiterung von TDF/FTC für die PrEP bei der EMA ist notwendig … TDF/FTC muss spätestens nach Patentablauf auf ein erheblich geringeres Preisniveau als gegenwärtig abgesenkt werden …“.

Alles nicht mehr up to date, die europäische Zulassung ist erteilt, und seit kurzem ist die PrEP auch in Deutschland zu haben – mit Kosten von ca. 50 Euro im Monat. Knud Schewe vom dagnä-Vorstand kommentiert: „Unsere Zahlen zeigen, dass die PrEP nicht nur sinnvoll, sondern sogar kostensparend ist. Gretchenfrage waren bisher die Preise. Eine 50-Euro-PrEP ist deshalb ein riesiger Fortschritt. Sie braucht aber immer gute ärztliche Begleitung.“ (Seite 6).

 

Apotheker Erik Tenberken stellte in Köln die PrEP auf Generika-Basis in Blisterverpackungen mit 28 Tabletten vor (Seite 44), die seit September verfügbar ist. Ein weiteres generisches Präparat, zugelassen sowohl für die HIV-Therapie als auch für die PrEP, ist seit 1. Dezember auf dem Markt (Seite 30). „Treatment as prevention“ zu thematisieren wird inzwischen auch für die Gespräche mit HIV-positiven Frauen im Kontext Familienplanung empfohlen (Seite 5 und 39). PrEP war eine lange Zeit nur eine Idee, jetzt ist ihre gekommen. Bleibt zu hoffen, dass es für die zusätzlichen Leistungen (z. B. die beratungsintensive Betreuung, Labor etc.) bald eine GKV-Lösung gibt.

 

Das connexi-Team wünscht Ihnen eine spannende Lektüre!

 

Berlin, Dezember 2017

 

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AIDS und Hepatitis

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Zum Inhaltsverzeichnis der connexi  10-2017-Ausgabe gelangen Sie hier ...

 


 

Viele weitere Fragen und Antworten finden Sie in diesem Heft.

 

Tauchen Sie noch einmal ein in das vielfältige Themenspektrum, gewinnen Sie neue Erkenntnisse und vergessen Sie Ihre im Laufe des Jahres neu auftretende Fragen nicht.

 

Die nächste Tagung zu diesem Thema sind die Münchner AIDS und Hepatitis Tage 2018, die vom 23. bis 25. März 2018 zu Gast in Berlin sind.

 

connexi  begleitet Sie.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

 


Fortbildung - Veranstaltungskalender 2017-2018

Datum
Kongress
Ort
Website

 

20.01.18
CTherapiewechselsprechstunde – interdisziplinäre Fallkonferenz zu HIV und HCV Therapien
Fankfurt

 

12.-13.01.18
6. Hamburger HIV-Strategieforum
Hamburg

 

15.01.18
KVH Arbeitskreis Infektiologie
Hamburg

 

19.-20.01.18
HIV, Sexualität & Psyche
Bochum

 

 

05.02.18
10. Leitliniensymposium Hepatitis
Hamburg

 

24.02.18
HIV Kontrovers
Essen

 

04.-07.03.18
CROI 2018
Boston, Massachusetts

 

23.-25.03.18
17. Münchner AIDS und Hepatitis Tage
Berlin

 

11.-15.04.18
The International Liver Congress™ 2018
Paris, Frankfreich

 

25.-26.05.18
8. Lebertage Hamburg – Ein Update der Hepatologie
Hamburg

 

20.-23.06.18
KIT 2018   Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin
Gürzenich, Köln

 

23.-27.08.18
22nd International AIDS Conference (AIDS 2018)
Amsterdam, Netherlands 

 

13.-15.06.19
9. Deutsch-Österreichischer AIDS-Kongress DÖAK 2019
Hamburg