Interdisziplinarität

Zusammenhänge zwischen Ansätzen und Perspektiven einzelner Disziplinen sichtbar machenvon Winfried März   „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“ … gibt uns Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“ mit auf den Weg. Der Aufforderung folgend nimmt die Redaktion heute mit dem Format connexiplus eine Weiterung der bewährten und erfolgreichen connexi-Bände in Angriff. Weil in der Medizin alles mit allem zu tun haben kann, dies aber durch Spezialisierung und Diversifizierung im Tagesgeschäft häufig übersehen wird, hat sich die Redaktion zum Ziel gesetzt, Zusammenhänge zwischen Ansätzen und Perspektiven einzelner Disziplinen sichtbar zu machen. Denn nicht selten führt erst der Blick über den Rand des eigenen Tellers zur richtigen Diagnose und Behandlung.Der derzeitige Ausbruch von SARS-CoV-2 und die daraus resultierende COVID-19-Erkrankung sind ernst zu nehmende, pandemische Bedrohungen für die Gesundheit der Weltbevölkerung. Wir werden von Stunde zu Stunde mit neuen Informationen und divergierenden Ansichten konfrontiert. Die hysterische Aufregung darüber ist unverständlich, denn es ist den Umständen geschuldet, dass morgen nicht mehr gelten könnte, was heute plausibel erscheint. Mit diesen Einschränkungen widmet sich diese Ausgabe unter anderem dem Teilaspekt der kardialen Folgen von COVID-19.Die Corona-Krise hat auch schmerzlich deutlich gemacht, dass die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung in Deutschland auf breiter Front bislang nicht genutzt wurden, nicht nur im Gesundheitswesen. Es ist höchste Zeit, das Versäumte entschlossen nachzuholen. Aus diesem Grund räumt dieses Heft der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz den gebührenden Platz ein. Künstliche Intelligenz ist kein Dämon, vernünftig eingesetzt wird sie Quantensprünge in der medizinischen Versorgung ermöglichen und das alles, ohne Ärzte und Gesundheitsberufe überflüssig zu machen. Wie aber auch in anderen Bereichen der elektronischen Datenverarbeitung gilt hier der unmoderne Grundsatz „garbage in, garbage out“, der in den späten 1950er Jahren geprägt wurde: Kein Rechner der Welt wird aus falschen oder lückenhaften Daten belastbare Schlüsse ziehen können. Insofern ist der aktuelle und mutige Wunsch von Gesundheitsminister Spahn, Patientendaten der medizinischen Forschung zugänglich zu machen, nur zu begrüßen, so lange sichergestellt wird, dass die Nutzung dieser Daten der Wissenschaft zu Vorteilen und den Patienten nicht zu Nachteilen gereichen wird. Es kommt auf die Ausgestaltung an, Nörgler und Skeptiker wird es immer geben.Der Schwerpunkt von connexiplus wird es künftig sein, Informationen an den Schnittstellen zwischen biomedizinischer Grundlagenforschung. Klinik und Praxis kompakt und verständlich aufzubereiten. Bereits am ersten Heft haben sich kompetente Experten auf ihren Gebieten als Autoren beteiligt, denen wir für ihre Beiträge danken.„Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten” (Katharina von Siena)  In diesem Sinn hoffen wir auf Nachhaltigkeit des neuen Konzepts von connexiplus.       Aufmacherbild Copyright:  Shutterstock / AlexRoz, Shutterstock / Maria Averburg, Shutterstock / 3Dstock,   Autor:           Prof. Dr. Winfried März                aus connexiplus 2-2020 KARDIORENALE ACHSE INTERDISZIPLINÄRKardiologie, Nephrologie, Diabetologie, Lipidologie, Biomarker sowie Ernährung       Titelbild Copyright: Shutterstock / AlexRoz, Shutterstock / Maria Averburg, Shutterstock / 3Dstock, Shutterstock / Sebastian Kaulitzky. Gestaltung: Jens Vogelsang    
 

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Stand: 17. Januar 2020
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