Entspannung mit allen Sinnen

The Story Behind® von Michael Kaplan, Edinburgh

 

Lesen Sie hier die jüngste Geschichte aus unserer Reihe The Story Behind®:

 

Entspannung mit allen Sinnen

Dank bemerkenswerter internationaler und interdisziplinärer Anstrengungen können wir heute hoffen, die wichtigste Herausforderung in der Therapie von HIV zu verschieben: Weg von der bloßen Verhinderung des Todes hin zum Erhalt der Lebensqualität. Die antiretrovirale Therapie sorgt inzwischen bei rechtzeitiger Diagnose und geeigneter Behandlung opportunistischer Infektionen bei jungen HIV-Patienten für eine Lebenserwartung, die kaum geringer liegt als die in der allgemeinen Bevölkerung.

Aber schon der römische Dichter Martial wusste: Leben bedeutet nicht nur, am Leben zu sein. Leben bedeutet, das Leben genießen zu können – und an dieser Stelle liegt noch Arbeit vor uns.

 

Zunächst ist da der Schmerz. Etwa ein Viertel der HIV/AIDS-Patienten entwickeln eine periphere Neuropathie mit Schmerzen, Brennen, Taubheit und Kribbeln in den Extremitäten. Die Neuropathie kann durch die Krankheit selbst ausgelöst sein – genauer gesagt durch eine direkte Schädigung der Nerven. Der Effekt tritt aber auch durch Medikamente auf, etwa die Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren, die das Virus hemmen, oder durch andere Arzneimittel zur Behandlung HIV-assoziierter Krankheiten.

 

Die Therapie chronischer Schmerzen ist immer kompliziert. Die sogenannte „Opioid-Epidemie“ in den USA zeigt deutlich, wie schnell es zu weit verbreitetem Missbrauch kommen kann, wenn stark wirksame Schmerzmittel leicht und einfach erhältlich sind. HIV-Patienten nehmen ohnehin schon eine Kombination vieler unterschiedlicher Arzneimittel ein – wenn man nun zusätzlich  noch ein Behandlungsschema zur Linderung der Schmerzen einführt, könnte die Compliance bei den antiretroviralen Medikamenten in Gefahr geraten. Ach, wäre es nicht phantastisch, wenn es einen Weg gäbe, Schmerzen einfach von selbst verschwinden zu lassen, so wie sich unsere Sorgen manchmal wie von Zauberhand in Nichts auflösen, wenn wir im Garten sitzen und die Natur genießen?

 

Tatsächlich läuft derzeit eine Studie, die genau diesen Effekt als Möglichkeit zur Verminderung HIV-assoziierter Schmerzen untersucht. Bei Nagermodellen sind bereits bemerkenswerte Erfolge erzielt worden. Eine einfache Komponente in unserer Wahrnehmung der Natur besitzt einen ausgeprägten analgetischen Effekt.

 

Ist dies:

 

1    Geruch? 2    Strahlung? 3    Temperatur?

 

 

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Bild Copyright: Fotolia® Andre Bonn

 


Autor:

 

 

Michael Kaplan

m.s.e.kaplan@btinternet.com

 

 
 

 

aus connexi  9-2018

AIDS und Hepatitis

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