„In den Nächten mahnen mich meine Nieren … “

von Michael Kaplan, Edinburgh

 

Lesen Sie hier die jüngste Geschichte aus unserer Reihe The Story Behind®:

 

 

„In den Nächten mahnen mich meine Nieren … “

 

Die Welt der späten Bronzezeit war fasziniert von den Nieren: Tief im Körper verborgen, von Fett umhüllt, galten die geheimnisvollen Zwillingsorgane als Wohnort der Lebensenergie, als Sitz von Weisheit und Mut. Die Ägypter kümmerten sich bei der Mumifizierung ihrer Pharaonen nicht um das Gehirn, das wurde einfach entfernt. Die Nieren jedoch wurden sorgsam bewahrt und im Körper der Mumie für das Leben nach dem Tode belassen. Die Assyrer hielten das Herz für die Quelle der Intelligenz, die Nieren aber für die Quelle der Kraft. Frühe jüdische Schriftgelehrte meinten, der Grund dafür, dass der Mensch zwei Nieren besitzt, sei dass die eine Niere uns guten Rat gibt und die andere schlechten.

 

Doch in der gleichen Ära ergründeten aufmerksame Beobachter auch schon die Natur und die Symptome der chronischen Erkrankungen, die für große, sesshafte Kulturen typisch sind. Die ersten Beschreibungen urologischer Erkrankungen stammen aus Mesopotamien.

In Ägypten, wo damals genau wie heute die Bilharziose endemisch war, bestand ein großes Interesse an urologischen Krankheiten – aber deren Therapie war religiös geprägt. Priester behandelten Krankheiten mit Beschwörungen und Astrologie. Erst zu Zeiten des Aristoteles begann man die Rolle der Nieren bei der Produktion des Urins zu verstehen und das Gehirn als Sitz des Willens und des Bewusstseins zu begreifen.

 

Es gibt auch heute noch einen Text, der den Bogen zwischen all diesen Traditionen spannt – von den ersten religiös geprägten Therapien für Nierenerkrankungen bis hin zum Aufkommen der praktisch orientierten Medizin in späteren Zeiten. Die Nieren werden in diesem Text mehr als dreißigmal erwähnt, allerdings in wechselnden Zusammenhängen. Der Text ist zugänglich für jedermann, wir können ihn lesen und selbst nachschlagen.

 

Wo findet man ihn (außer im Internet) am leichtesten?

  1.  in einer Universitätsbibliothek?
  2.  in einem Hotelzimmer?
  3.  in einem Museum?

 

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Bild Copyright: Pictorial Press Ltd / Alamy Stock Foto

 


Autor:

 

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Michael Kaplan

m.s.e.kaplan@btinternet.com

 

 
 

 

aus connexi  7-2017

Nephrologie, Dialyse, Transplantation

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