I feel for you

von Michael Kaplan, Edinburgh

 

Lesen Sie hier die jüngste Geschichte aus unserer Reihe The Story Behind®:

 

 

I feel for you

 

Habe ich Dir schon einmal erzählt, wie ich zu dieser Narbe gekommen bin? … Also, ich war dabei Brot zu schneiden; das Messer war sehr scharf, aber irgendwie hielt ich es falsch – und als ich es nach unten drückte, rutschte ich plötzlich ab. … Jetzt, denkst Du womöglich „Oh nein, stopp, bitte erzähl nicht weiter!“ Als Menschen besitzen wir die angeborene Fähigkeit, Schmerzen eines anderen mitzuempfinden, deswegen verziehen wir das Gesicht bei grausigen Geschichten, erschauern bei Horrorfilmen oder weinen in der Oper, wenn die Liebesbeziehungen der Protagonisten zum Scheitern verurteilt sind. Dieser Drang mitzufühlen, scheint, zumindest bei Primaten, mit den Spiegelneuronen im Gehirn in Zusammenhang zu stehen, die auch eine wichtige Rolle bei der Antizipation von Handlungen, bei der Abschätzung von Intentionen oder bei der Selbstwahrnehmung spielen.

 

Aber nicht nur wir Menschen fühlen die Schmerzen anderer mit. Auch Hunde sind bekannt dafür, dass sie besonders empfänglich sind für das Leid oder Erkrankungen ihrer menschlichen Weggefährten; ein eigentümliches Gebaren für ein fleischfressendes Raubtier. Dieses hypersoziale Verhalten der domestizierten Hunde, das bei Wölfen so nicht existiert, ist, wie kürzlich gezeigt werden konnte, mit einer genetischen Veränderung assoziiert, die dem Gendefekt entspricht, die Menschen mit Williams-Syndrom in sich tragen, eine seltene Entwicklungsstörung, zu deren symp­tomatischer Ausprägung eine extreme Form von Freundlichkeit und emotionale Sensitivität der Betroffenen zählen.

 

Selbst Mäuse empfinden Schmerzen, deren physischer Ursprung nicht in ihrem eigenen Körper zu finden ist. Eine aktuelle Studie der Oregon Science and Health University konnte zeigen, dass Mäuse, die in dem gleichen Raum gehalten wurden mit Mäusen, die einen Alkoholentzug durchlebten, eine gesteigerte Reaktion auf Schmerzreize aufwiesen und zwar in nahezu demselben Ausmaß wie die vom Entzug betroffenen Mäuse.   

 

Welcher Mechanismus steckt hinter diesem Phänomen? Funktioniert es:

  1.  visuell,
  2.  akustisch,
  3.  weder noch?

 

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Bild Copyright: tina_lu / photocase.de

 


Autor:

 

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Michael Kaplan

m.s.e.kaplan@btinternet.com

 

 
 

 

aus connexi  9-2017

Schmerz- und Palliativmedizin

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