Schmerzpreis 2015

Musik gegen den Schmerz

Für seine bedeutende Rolle in der Etablierung der Musikmedizin in der Schmerzmedizin wurde Professor Dr. med. Ralph Spintge, Leiter des Regionalen Schmerzzentrumsder DGS und des MusikMedizinischen Forschungslabors an der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid, mit dem diesjährigen Deutschen Schmerzpreis ausgezeichnet. Der Preis wurde anlässlich des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2015 in Frankfurt am Main überreicht.

 

Der Deutsche Schmerzpreis – Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie – wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch wissenschaftliche Arbeiten über Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Schmerzzustände verdient gemacht oder die durch ihre Arbeit oder ihr öffentliches Wirken entscheidend zum Verständnis des Problemkreises Schmerz und der davon betroffenen Patienten beigetragen haben. Der wissenschaftliche Träger des mit 10.000 Euro dotierten Preises ist die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.; der Preis wird gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga e.V. verliehen und von der Firma Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Limburg, gestiftet.

 

„Professor Dr. med. Ralph Spintge hat sich in ganz besonderer Weise für die Etablierung der Musikmedizin in der Schmerzmedizin eingesetzt. Die angst- und schmerzlösende Wirkung von Musik hat Spintge in zahlreichen klinischen Studien untersucht und damit die Wirksamkeit des musiktherapeutischen Ansatzes nachgewiesen“, so Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, in seiner Laudatio. Spintge war darüber hinaus als Lehrer tätig und konnte so sein Wissen an andere Ärzte weitergeben. Im Zentrum seines ärztlichen Wirkens steht das Ziel, Patienten zu einer besseren Lebensqualität zu verhelfen. Die von ihm getragene wissenschaftliche Begründung der Musikmedizin hat einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dieses Ziel mit besonders nebenwirkungsarmen Möglichkeiten zu erreichen. Darüber hinaus hat sich Spintge ehrenamtlich als Leiter des Regionalen Schmerzzentrums der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin in Lüdenscheid für eine bessere Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen eingesetzt.

 

Seine Forschungsschwerpunkte sind: Medico­func­tionale Musik, Schmerz­verarbeitung, neurovegetative Rhythmizität/Herzfrequenzvariabilität. Er hat zahlreiche Bücher, Fachartikel und CD-Programme zu den Themen Angst, Schmerz, Musik in der Medizin verfasst, war wissenschaftlicher Leiter von 13 internationalen Symposien in Deutschland, USA, und Australien. Er ist Co-Editor-in-Chief des International Journal Music and Medicine der IAMM sowie Mit-Gründungsherausgeber der Zeitschrift für Musik und Gesundheit, Reinhart Verlag, München.

 

 

 

Quelle:
DGS – Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.
 

 


aus connexi  3-2015

4. bis 7. März 2015 Frankfurt am Main

26. Deutscher Schmerz- und Palliativkongress

Kongressbericht

 
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