The Story Behind® - Aua!

von Michael Kaplan, Edinburgh

 

Lesen Sie hier die jüngste Geschichte aus unserer Reihe The Story Behind®:

 

Wir kommen zu nahe an einen heißen Ofen und zucken instinktiv mit der Hand zurück. Wir verlassen die Wohnung, ziehen die Tür hinter uns zu … und bemerken, dass die Schlüssel immer noch in der Wohnung sind, sicher eingeschlossen. Wir investieren in das Unternehmen eines Verwandten – und es geht pleite. Wir sehen ein kleines Kind, das ganz allein unterwegs ist und geradewegs auf eine Felskante zusteuert. Eine Freundin erzählt detailliert, wie sie stürzte und sich den Knöchel brach. Wir stellen fest, dass der Fliesenleger im Bad die falschen Fliesen angebracht hat. Wir erinnern uns noch ganz deutlich daran, wie wir als Kind einmal die Lehrerin vor der ganzen Klasse mit „Mama“ angesprochen haben. Wir geben eine falsche Antwort auf eine Quizfrage und schlagen uns frustriert an die Stirn. Ach!

 

All diese Ereignisse haben eins gemeinsam: Schmerz. Ob es nun ein direkter oder ein nur vorgestellter Schmerz ist oder die bloße Erinnerung daran, ob es eine peinliche Situation ist – peinlich kommt von Pein –, ein Verlust oder auch nur ein Fehler, das subjektive Gefühl ist immer ähnlich: Das flaue Gefühl in der Magengrube und das Kribbeln in den Extremitäten. „Da kriege ich Bauchschmerzen“ sagen wir, wenn wir konfrontiert sind mit schwierigen Aufgaben, unangenehmen Erlebnissen oder auch unerwarteten Ereignissen. Unsere Fehler und Ängste, eigentlich dem Gehirn entspringend, übertragen sich auf unseren Körper.

Aber warum? Wir Menschen als hoch entwickelte Primaten sollten zumindest teilweise diese instinktiven Reaktionen überwunden haben. Wir besitzen Verstand, Abstraktionsvermögen, logisches Denken. Unsere Entscheidungen, so haben wir gelernt, sind besser, wenn wir ruhig sind und nicht unter dem Einfluss negativer Emotionen stehen. Und doch: Manchmal reicht es, wenn wir uns nur an eine bestimmte Situation erinnern, und schon fühlen wir das gesamte körperliche Unwohlsein und den Druck wie bei einer realen, schmerzvollen Gefahrensituation. In einem kürzlich durchgeführten Experiment fanden Versuchspersonen den Gedanken, im Austausch gegen eine Belohnung einem anderen Menschen einen elektrischen Schock zu versetzen, so beängstigend und schmerzlich, dass sie es vorzogen, selbst den elektrischen Schock zu erleiden.

 

Was ist die Basis für diese Vielfalt an Erfahrungen, die wir unter dem Begriff „Schmerz“ subsumieren?

Ist es eine Frage von:

 

1. Bewusstsein?

 

2. Chemie? oder

 

3. Schaltkreisen?

 

 

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Autor:

 

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Michael Kaplan

m.s.e.kaplan@btinternet.com

 

 
 

 
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aus connexi  2-2016

14. bis 17. Oktober 2015 Mannheim

Deutscher Schmerkongress 2015

Konferenzbericht


 

 
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